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	<title>203 &#8211; Kanzlei Johannsen Rechtsanwälte</title>
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		<title>BGH entscheidet zur materiellen Wirksamkeit von Beitragsanpassungen in der privaten Krankenversicherung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Arno Schubach]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Mar 2024 14:06:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[203]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Bundesgerichtshof (BGH) hat am 20. März 2024 eine mit Spannung erwartete Entscheidung zu der Frage getroffen, inwieweit bei Beitragsanpassungen gemäß § 203 Versicherungsvertragsgesetz (VVG) Fehler der Limitierung zur Unwirksamkeit der gesamten Anpassung führen und wer solche Fehler beweisen muss. Der Bundesgerichtshof hat klargestellt, dass bei einer gerichtlichen Kontrolle der Limitierungsmaßnahmen ohnehin nur besonders schwerwiegende [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Der Bundesgerichtshof (BGH) hat am 20. März 2024 eine mit Spannung erwartete Entscheidung zu der Frage getroffen, inwieweit bei Beitragsanpassungen gemäß § 203 Versicherungsvertragsgesetz (VVG) Fehler der Limitierung zur Unwirksamkeit der gesamten Anpassung führen und wer solche Fehler beweisen muss.<br><br>Der Bundesgerichtshof hat klargestellt, dass bei einer gerichtlichen Kontrolle der Limitierungsmaßnahmen ohnehin nur besonders schwerwiegende Verstöße gegen die schutzwürdigen Interessen der Versicherten geeignet sind, einen materiellen Verstoß die gesetzlichen Vorschriften für die Limitierungsmaßnahmen gemäß § 155 Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) zu begründen. Insbesondere gehöre zu der gerichtlichen Kontrolle nicht, eine Motiv- oder Begründungskontrolle der vom Versicherer getroffenen Limitierungsentscheidung vorzunehmen.<br><br>Aber selbst wenn Fehler festgestellt werden sollten, führt dies nach Ansicht des BGH nicht etwa zur Unwirksamkeit der Beitragsanpassung. Eine fehlerhafte Limitierung kann vielmehr lediglich dazu führen, dass der konkrete Versicherungsnehmer, soweit er tatsächlich beeinträchtigt ist, einen individuellen Anspruch auf (weitere) Limitierung hat.<br><br>Für die Praxis von besonderer Bedeutung ist zudem, dass der BGH dem Versicherungsnehmer die Beweislast zuweist, dass die Limitierungsentscheidung den Anforderungen des § 155 Abs. 2 VAG nicht entspricht und er hierdurch konkret in seinen Rechten beeinträchtigt ist. Den Versicherer trifft nur die sekundäre Darlegungslast, er muss also darstellen, wie die Limitierung durchgeführt worden ist. Dann muss der Versicherungsnehmer darlegen, was daran falsch sein soll und er konkret hierdurch benachteiligt wurde.<br><br>BGH, Urteil vom 20. März 2024 &#8211; IV ZR 68/22<br>siehe die Pressemitteilung des BGH vom 20. März 2024 &#8211; das Urteil wird im Volltext in wenigen Wochen vorliegen</p>



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		<title>Beitragsanpassung in der privaten Krankenversicherung &#8211; Bundesgerichtshof bestätigt Wirksamkeit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oliver Meixner]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Jun 2022 05:23:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[155]]></category>
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					<description><![CDATA[Bereits mehrfach hat der Bundesgerichtshof (BGH) in diversen Entscheidungen abschließend zu wichtigen Fragen entschieden, die im Zusammenhang mit Beitragsanpassungen in der privaten Krankenversicherung gemäß § 203 Versicherungsvertragsgesetzt (VVG) gestellt wurden (insbesondere Urteil vom 19.12.2018 &#8211; IV ZR 255/17: Unabhängigkeit des Treuhänders; Urteile vom 16.12.2020 &#8211; IV ZR 294/19 u. IV ZR 314/19: Anforderungen an die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Bereits mehrfach hat der Bundesgerichtshof (BGH) in diversen Entscheidungen abschließend zu wichtigen Fragen entschieden, die im Zusammenhang mit Beitragsanpassungen in der privaten Krankenversicherung gemäß § 203 Versicherungsvertragsgesetzt (VVG) gestellt wurden (insbesondere Urteil vom 19.12.2018 &#8211; IV ZR 255/17: Unabhängigkeit des Treuhänders; Urteile vom 16.12.2020 &#8211; IV ZR 294/19 u. IV ZR 314/19: Anforderungen an die Begründung gemäß § 203 Abs. 5 VVG; Urteil vom 17.11.2021 &#8211; IV ZR 113/20: Verjährung). Mit seinem Urteil vom 22.06.2022 &#8211; IV ZR 253/20 hat der BGH dem nun einen weiteren Meilenstein hinzugefügt.</p>
<p>Mit diesem Urteil hat der IV. Zivilsenat des BGH nun klargestellt, dass § 8b Abs. 1 MB/KK wirksam und daher in Verbindung mit entsprechenden Tarifbedingungen des Krankenversicherers eine wirksame Grundlage für Prämienanpassungen in der privaten Krankenversicherung ist. Diese Entscheidung ist von Bedeutung in den Fällen, in denen der auslösende Faktor „Versicherungsleistungen“ eine Veränderung aufweist, die zwischen 5 % und dem in § 155 Abs. 3 Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) geregelten gesetzlichen Schwellenwert von 10 % liegt.</p>
<p>Zwar ist nach der Beurteilung des BGH § 8b Abs. 2 MB/KK unwirksam, weil dieser vorsieht, dass der Versicherer bei einer nur als vorübergehend anzusehenden Veränderung zu einer Prämienanpassung berechtigt sein kann. Dies weicht zum Nachteil des Versicherungsnehmers von der gesetzlichen Regelung ab, nach der eine Prämienanpassung zwingend voraussetzt, dass die Veränderung einer für die Prämienkalkulation maßgeblichen Rechnungsgrundlage nicht nur als vorübergehend anzusehen ist.</p>
<p>Die Unwirksamkeit von § 8b Abs. 2 MB/KK führt jedoch nicht dazu, dass auch § 8b Abs. 1 MB/KK unwirksam ist. § 8b Abs. 1 MB/KK weicht nicht zum Nachteil des Versicherungsnehmers von den gesetzlichen Vorschriften ab, die dort geregelten Voraussetzungen entsprechen vielmehr denjenigen in § 203 Abs. 2 VVG. Erlaubt ist eine Prämienanpassung danach nur bei einer Veränderung der Rechnungsgrundlagen, die nicht nur als vorübergehend anzusehen ist. Durch § 8b Abs. 1 MB/KK in Verbindung mit entsprechenden Tarifbedingungen wird lediglich der Schwellenwert von 10 % auf 5 % abgesenkt. Diese Möglichkeit hat der Gesetzgeber den Krankenversicherern in § 155 Abs. 3 Satz 2 VAG ausdrücklich eingeräumt.</p>
<p>BGH, Urteil vom 22. Juni 2022 – IV ZR 253/20</p>
<p>Ihr Ansprechpartner:<br />
<strong>Arno Schubach</strong><br />
Rechtsanwalt | Partner<br />
Fachanwalt für Versicherungsrecht</p>
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